Das Kompetenzzentrum für biomedizinische Weltraumforschung zügelt

Dahinter steckt eine generalstabsmässige Organisation. Denn der Forschungsbetrieb muss nahtlos weiterlaufen.

Donnerstagmorgen, in einem unscheinbaren Quartier in Hergiswil: Mitarbeiter eines Zügelunternehmens tragen Kisten und Kartons aus einer alten Villa in einen Lieferwagen. Auf den ersten Blick sieht alles nach einem ganz normalen Umzug eines Haushaltes oder eines Büros aus. Doch in diesem Fall steckt mehr dahinter. Hier zügelt das Institut für Medizintechnik (IMP) der Hochschule Luzern – Technik und Architektur. Dieses Institut betreibt im Auftrag der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) ein Supportzentrum zur Betreuung biologischer Experimente.

Auch für Pannen gerüstet

Schiefgehen darf bei dieser Umzugsaktion nichts. «Der Betrieb darf nicht unterbrochen werden, die Leute müssen nahtlos weiterarbeiten können. Das heisst, wir müssen in der vorgegebenen Frist von zwei Tagen sämtliches Material unbeschädigt gezügelt haben», so Jérôme Schnellmann. Dafür hat man sich auch für Pannen gerüstet, zum Beispiel, um die Kühlkette einzuhalten, da gewisse Produkte bei minus 80 Grad gekühlt werden. Würde das Fahrzeug auf der kurzen Strecke liegen bleiben, würde die Ware auf ein Ersatzfahrzeug umgeladen werden.

Zum Beitrag in der Luzerner Zeitung